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Brandeinsatz Güterzug Bahnhof Pfaffstätten

Am 14.04.2018 wurde um 16:09 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Möllersdorf zu einem TUS-Alarm in ein Betriebsgebiet in Möllersdorf alarmiert und rückte mit zwei Fahrzeugen aus. Während dieses Einsatzes kam es auf der Südbahn zu einem Brand eines Güterzuges, der aus Wien kommend Richtung Süden fuhr. In einem Güterwaggon ist es vermutlich schon in Wien zu einem Brand gekommen, dann nach Augenzeugenberichten wurde der Brand schon im Bereich Wien-Liesing und Perchtoldsdorf gesehen.

Der Brand griff auf mehrere Güterwaggons über und entzündete durch herabfallende Teile die Böschung zwischen Gumpoldskirchen und Pfaffstätten. Der Lokführer wurde durch entgegenkommende Züge aufmerksam gemacht und hielt den Zug im Bereiches des Bahnhofes von Pfaffstätten an. Die Flammen mehrerer Waggons schlugen mehrere Meter hoch und beschädigten die Oberleitung und Beleuchtungskörper im Bahnhofsbereich. Eine Rauchsäule war kilometerweit zu sehen.

Durch den Kommandanten der FF Pfaffstätten wurden alle Feuerwehren des Unterabschnittes 1 (Pfaffstätten, Traiskirchen, Möllersdorf, Wienersdorf, Tribuswinkel, Oeynhausen) alarmiert. Gleichzeitig begann auch die FF Gumpoldskirchen mit der Brandbekämpfung entlang des Bahndammes.

Die FF Möllersdorf rückte unmittelbar nach Abarbeitung des TUS-Alarmes mit dem Rüstlöschfahrzeug, dem Löschfahrzeug (LFA) mit Atemluftanhänger (ALA) und dem Kommandantenfahrzeug (KDTFA) aus. Da an diesem Tag auch eine Feuerwehrveranstaltung in Klosterneuburg mit Präsentation unseres neuen Einsatzleitfahrzeuges (ELFA) stattfand, befanden sich dieses und das Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) mit sechs Feuerwehrmitgliedern in Klosterneuburg, welche gerade den Rückmarsch antraten und daher erst nach ca. 40 Minuten später am Einsatzort eintrafen.

Beim Eintreffen am Bahnhof stellte sich die Lage so dar, dass aus sicherer Entfernung mit mehreren Rohren die Waggonreste abgelöscht werden konnten. Ein Betreten der Bahnanlage war aber nicht möglich, da der Oberleitungsdraht durch die Hitzeentwicklung gerissen war und am Boden lag. Erst nach Eintreffen des ÖBB- Einsatzleiters und Erdung der Oberleitung konnten die Löscharbeiten weitergeführt werden.

Die FF Möllersdorf errichtete mit dem LFA und dem Atemluftkompressor den Atemschutzsammelplatz und unterstütze nach dem Eintreffen des ELFA mit der Dokumentation den Einsatzleiter.

Nach dem Löschen der Waggons, wurde festgestellt, dass der Brand auch auf einen 45-Fuß-Container des angrenzenden Waggons übergegriffen hatte, da aus den Entlüftungsöffnungen des Containers Brandrauch entwich. Nach Rückfragen wurde bekannt, dass im Container Polstermöbel, Matratzen und andere Möbel geladen waren. Da ein Container am Waggon durch Diebstahlsicherungen nicht so einfach zu öffnen ist, wurde entschieden den Container aufzuschneiden um mit Löschlanzen die Ladung zu löschen. Dies erfolgte auch unter Bereitstellung unserer Rettungsplattform, welche ein sicheres Arbeiten ermöglichte.

Durch das lückenlose Stauen der Möbel, Vorhandensein von Polstermöbel und Matratzen in gerollter Form war der Löscheinsatz aber nicht zielführend. Die nächste Entscheidung nach Abklärung mit dem Einsatzleiter der ÖBB war ein Öffnen der Containertüren und eine Entladung des Containerinhaltes in geeignete Großbehälter.

Mittels Winkelschleifer wurden die Diebstahlsicherung am Waggon entfernt und mit den Wechselladefahrzeugen (WLF) der Feuerwehren Traiskirchen, Möllersdorf und Tribuswinkel vier Abrollbehälter von einem naheliegenden Entsorgungsbetrieb herangeführt. Danach begann das Entladen des Containers. Da im Inneren des Container Brandrauch gemessen wurde konnten die Entladearbeiten nur unter Umluft unabhängigem Atemschutz und Löscharbeiten durchgeführt werden. Mittels „Menschenkette“ wurden 75 m³ Containerinhalt vom Waggon über eine Gleisanlage und dem Bahnsteig in die bereitgestellten Abfallmulden händisch verbracht.

Um ca. 22:00 Uhr waren die Arbeiten abgeschlossen und wir konnten wieder Einrücken. Die FF Möllersdorf war mit 25 Mitgliedern und sechs Fahrzeugen im Einsatz.

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