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Schadstoffübung in Wr. Neudorf

Am Donnerstag den 2. Juli fand eine gemeinsame Einsatzübung des Schadstoffzuges Mödling mit der Dekontaminationseinheit aus dem Nachbarbezirk Baden und den Mitgliedern des Schadstoffberatungsdienstes des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes in Wiener Neudorf statt.

Gemeinsam musste ein umfangreiches Schadstoffszenario inklusive Menschenrettung durch die Einsatzkräfte bewältigt werden. Die Übungsausarbeitung wurde durch ASB Christian Luka von der FF Wiener Neudorf / BSB Haslinger Schadstoffzugskommando Mödling und BSB Schwarz / Deko Element durchgeführt.

Übungsannahme war ein Schadstoffaustritt im Bereich der Hochsiloanlage, gestellt durch einen beschädigten IBC Tank – Beschädigt durch einen Stapler, auf welchem sich zur Zeit des Unglückes ein Lenker befand.

Die örtlich zuständige Feuerwehr Wiener Neudorf traf als erste am Unglücksort ein. Sofort wurden die Beteiligten vom Einsatzleiter der Feuerwehr Wr. Neudorf über den vermissten Arbeiter sowie das Leck im IBC bzw. Medium / Stoff des Austrittes befragt.  

Gleichzeitig wurde durch die Bezirksalarmzentrale eine Alarmierung laut Alarmplan für Schadstoffeinsätze größeren Ausmaßes (S3) im Bezirk Mödling durchgeführt. Dabei erfolgte zusätzlich zur Feuerwehr Wiener Neudorf die Verständigung der Mitglieder des Schadstoffberatungsdienstes Niederösterreich, der Feuerwehren Breitenfurt und Perchtoldsdorf sowie der Dekontaminationseinheit aus der FF Möllersdorf.

Bis zum Eintreffen der angeforderten Spezialkräfte befreiten die Mitglieder der Feuerwehr Wiener Neudorf unter Chemieschutzanzug der Stufe 3 den verletzten Arbeiter aus der Kabine des Staplers.  

Nach Eintreffen der Sonderkräfte der Feuerwehr wurde sofort mit dem Aufbau eines Deko - Platzes begonnen, und weitere Trupps mit Schutzanzügen der Klasse 2 und 3 ausgerüstet.  

In der Zwischenzeit konnte der Verletzte sicher gerettet werden und an das Rote Kreuz übergeben werden. Bei dem ausgetretenen Medium handelte sich nach Besichtigung der Begleitpapiere bzw. Rücksprache mit dem Sicherheitsbeauftragten um Ameisensäure in verdünnter Form 45 % (UN 3412).  

Durch den Einsatz der Schutzanzugtrupps der Feuerwehren Breitenfurt und Wr. Neudorf konnte die Leckage geschlossen werden. Auch die dabei eingesetzten Trupps wurden durch die Deko – Einheit des Nachbarbezirkes Baden gereinigt. Der dreifache Brandschutz wurde durch die Feuerwehr Perchtoldsdorf gestellt. Nach erfolgreicher Dekontamination aller im Wirkbereich des Schadstoffs eingesetzten Kräfte und Gerätschaften konnte die Übung als beendet erklärt werden.  

Im Anschluss an die Übung wurde eine gemeinsame Nachbesprechung der Feuerwehren gemeinsam mit der Firmenleitung sowie den Übungsbeobachtern abgehalten. Dabei konnten die gesammelten Erfahrungen besprochen, Schwachstellen aufgezeigt sowie Pläne für weitere Übungen der Schadstoffeinheit des Bezirkes geschmiedet werden.

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