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Verabschiedung in die Feuerwehrpension

EHBI Ing. Günther Gutmann, MSD MBA

Nach Der Laufbahn, beginnend bei der damals frisch gegründeten Jugendfeuerwehr Möllersdorf, hat schließlich mit Jänner 1996 der damalige Abschnittsfeuerwehrkommandant EBFR Babler Günther Gutmann in die Funktion des Abschnittssachbearbeiters Schadstoffe im Abschnittsfeuerwehrkommando Baden – Land bestellt. In sagenhaften 23 Dienstjahren konnte wurde mit Geschick, Einsatzbereitschaft, viel Idealismus und mit gewisser Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit das Sachgebiet Schadstoff im Abschnitt Baden - Land zusätzlich zu den anderen vielen weiteren Feuerwehrfunktionen vorangetrieben und präsentiert werden.

Seit dem 18. Februar 2019 mussten wir auf Grund von gesetzliche Rahmenbedienungen Günther Gutmann dann in die wohlverdiente Feuerwehrpension verabschieden. Wenn man Ihn als Visionär bzw. Vater des Schadstoffdienstes in der Feuerwehr Möllersdorf beziehungsweise im Bezirk Baden bezeichnet, liegt man nicht so unrecht. War er doch einer der treibenden Männer im Jahr 1982, der dem damaligen Bürgermeister Josef Musser die Wichtigkeit und Notwendigkeit zur Anschaffung eines Gefährlichen Stoffe Fahrzeug aufzeigte und bereits 1985 erfolgte die Indienststellung des GSF-Fahrzeuges in der Feuerwehr Möllersdorf - damals für den kompletten Bezirk Baden zuständig.

Natürlich muss auch die entsprechende Ausbildung für die Einsätze mit Gefährlichen Stoffen für die Kameraden gewährleistet werden, so war Günther Gutmann seit dem Jahre 1983 bis zum Antritt in die Feuerwehrpension für die Ausbildung im Bereich des Schadstoffdienstes federführend mitverantwortlich. Welcher Fortschritt dies war, zeigen die Zahlen - war doch damals FT Gutmann im Jahr 1983 - einer von drei Kameraden die den Gefährlichen Stoffe Lehrgang an der NÖ Landesfeuerwehrschule als Vorreiter absolviert hatten. Noch mit Jahresende 2018, war Günther Gutmann maßgeblich an den Adaptierungsarbeiten bezüglich des Deko – Containers mitbeteiligt.

Warum sprechen wir eigentlich immer von einem Visionär? Ganz einfach - mit der Inbetriebnahme des Gefährlichen Stoffe Fahrzeug Möllersdorf steigerten sich auch die Einsatzzahlen der Feuerwehr und von einer kleinen Dorffeuerwehr mit damals ca. 30 Einsätzen pro Jahr, gingen die Einsatzzahlen auf weit mehr als 150 im Jahresdurchschnitt. Natürlich waren auch die Planungen speziell im Schadstoff- und Deko Bereich für das im Jahr 2000 eröffnete Feuerwehrhaus auf Vorgaben und Fachwissen von Günther Gutmann umgesetzt worden.

Nicht unerwähnt sollte man die Besprechung im Jahre 1997 mit dem Landesfeuerwehrkommando lassen, wo man eher zufällig auf das Thema Dekontamination bei Schadstoffeinsätzen kam. Hier kann man es EHBI Günther Gutmann als Hauptverantwortlichen ebenfalls verdanken, dass eine von sechs Deko – Einheiten des Landes Niederösterreich samt Wechselladefahrzeug in Möllersdorf stationiert wurde. Nur zwei Wochen nach der Übernahme des Deko – System kam es am 23. Dezember 2003 zu einem gefährlichen und aufwendigsten Schadstoffeinsätzen der letzten Jahre bei einem Methanol Austritt nach einem Zugsunglück am Bahnhof Himberg.

Durch großes Mitwirken von EHBI Gutmann und dem damaligen Kommandanten EHBI Hlavacek im Jahr 2006, gelang es wiederum nach Gesprächen und Besichtigung des Möllersdorfer Feuerwehrmuseum mit dem damaligen Landesfeuerwehrkommandanten Buchta, das damals bereits 20 Jahre im Dienst stehende GSF Gefährliche Stoffe Fahrzeug durch einen Schadstoffcontainer der neuesten 6. Generation auszutauschen.

Dieser Schadstoffcontainer wurde auf Idee und nach Vorgaben von EHBI Gutmann durch die Fa. Rosenbauer speziell auf den Bedarf mit Rollcontainersystem die zur Einsatzstelle geschoben statt getragen werden, gebaut. Dass diese Idee von EHBI Gutmann eine große Vision und Neuerung in dem Sektor darstellte und sicherlich nicht falsch war, zeigte sich am Interesse am ausgestellten Schadstoffcontainer auf der Fachmesse „Roter Hahn“ Interschutz 2010 in Leipzig.

Ebenso muss man erwähnen, dass seit der Übernahme des Sachgebiet Schadstoffdienst im BFKDO Baden im Jahr 2007 durch HBI Bartlweber, EHBI Gutmann bei keiner ASB / BSB Schadstoff Fortbildung an der NÖ Landesfeuerwehrschule fehlte. Auch eine Vielzahl von nicht ungefährlichen Schadstoffeinsätzen konnten man gemeinsam abarbeiten, etliche Schadstoff- bzw. Deko Übungen im In- und Ausland wurden in dieser langen Zeit natürlich auch absolviert.

Auch wenn Du einigen Feuerwehrfunktionären oder Bezirkshauptleuten graue Haare wachsen lassen hast, möchten wir hier nochmals aufrichtig DANKE für den unermüdlichen Einsatz sagen als Feuerwehrkommandant, als Abschnittssachbearbeiter Schadstoffe im Abschnitt Baden - Land, als Vertretungsdienst Schadstoff, und vor allem als fachlicher Mentor im Schadstoffsektor. D A N K E !

Den altersbedingten Veränderungen kann man mit einem weinenden und lachenden Auge entgegensehen.

Einerseits verliert man einen geschätzten, an Erfahrungen kaum zu überbietenden Feuerwehrkameraden an die „neue Berufung“ - Die Feuerwehrpension und als Leiter des größten Feuerwehrmuseums in Niederösterreich.

Andererseits ist mit Kamerad OBI Riesner, ein junger, engagierter, fachlich auf hohem Niveau agierender Kamerad ein würdiger Nachfolger der auf Abschnittsebene Baden - Land folgen wird!

Wir die Schadstoffmitstreiter auf Landes-, Bezirks-, Abschnitts-, und Feuerwehrebene wünschen Dir, EHBI Ing. Günther Gutmann, MSD MBA, alles Gute, Gesundheit, Zeit mit Familie und Freunden und natürlich viel Erfolg für Deine Tätigkeiten mit dem Möllersdorfer Feuerwehrmuseum in den nächsten Jahrzehnten!

Bild zeigt die Verabschiedung von EHBI Gutmann im Rahmen der ASB / BSB Schadstoff -Fortbildung am 15. Februar 2019 in der NÖ Landesfeuerwehrschule.

Von l.n.r.: OBI Riesner, OLM Dienstl, BSB Schwarz, EHBI Gutmann, den Vorsitzenden des ARBA Schadstoffe im NÖ LFK HBI Wistermayer, HBI Hofbauer, ASB Thunshirn

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